Freitag, 19 Januar 2018

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Change it - love it - or leave it

2016 Wir haben eine Aufgabe optimiert
Wir haben eine Aufgabe . . . ! ©Helmreich

Change it, love it or leave it!

Hallo! 

Ich möchte heute mal ein wenig zu den aktuellen Wegen des HSV sagen . . . 

Damals als ich angefangen habe, in diesem Verein zu trainieren, waren wir oftmals 10 Kinder in meiner Gruppe. Abgesehen von ein paar ganz Großen waren da aber schon alle Altersgruppen zusammengefasst. Das war vor ungefähr neun Jahren. Seit dem haben wir uns auf bis zu 90 Kinder hochgearbeitet, um mal einen Einblick zu geben, welch große Schritte wir als Verein schon gemacht haben.

Es hat sich sehr viel geändert, ich hab Trainingskollegen gehabt, die schon lange gegangen sind und ich hab sehr viele neue kommen sehen, darunter viele Trainer und Kinder von heute, aber auch meine eigenen Eltern. Sehr viel hat sich im Laufe der Zeit geändert, aber das können wir nicht beeinflussen, es passiert immer.

Eines blieb jedoch gleich, der Grundgedanke, dass Sport nur mit Spaß und einer Mannschaft mit welcher man diese teilen kann, funktionieren kann! Und dieser Gedanke hat sich bei jedem Training und jedem Wettkampf auch mit anderen Athleten verstärkt. Jetzt steht der HSV wieder vor einem großen Schritt, vielleicht sogar einem der größten. Die Wechslung des Vereinssitzes und deshalb auch der Beitritt beim niederösterreichischen Leichtathletikverband.

Zuerst hat mir die Idee gar nicht gefallen und das aus einem einzigen Grund: Erinnerungen! Erinnerungen an Freundschaften, an schöne Momente bei Wettkämpfen oder Trainingslagern, egal was es auch sein mag, der HSV war immer allgegenwärtig in meinem Werdegang und war immer eine Familie für mich und ich bin froh, dass er heute auch für über Hundert Menschen eine sein kann! Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, dieses Sprichwort ist hier sehr passend, finde ich. Dann ist mir es klar geworden. Die Erinnerungen leben sowieso in uns, wir bleiben eine Familie, egal in welchem Bundesland wir zuhause sind, egal was andere Leute für einen Namen auf dem Logo sehen, wir sind der HSV!

Und dann hatte ich kein Problem mehr mit den Schwierigkeiten, die so ein Wechsel mit sich bringt, sei es der Name oder sonst was. Weil das Beste für den Verein ist unbestritten der Wechsel nach Niederösterreich! Alle die schon mal auf einem Wettkampf in Kärnten waren, wo man uns herzlich willkommen geheißen hat, in Linz, wo es eine Anlage gibt, von der kann man nur davon träumen oder in Salzburg, wo das ganze rundherum so stimmig ist, dass man nicht mehr heim möchte (noch eine Anmerkung dazu, Salzburg ist deshalb für mich wie eine zweite Heimat geworden, was den Sport betrifft).

Für diejenigen, welche noch nie so ein Erlebnis miterleben durften, hab ich noch ein paar Worte dazu. In der Leichtathletik herrscht in allen Gebieten ein sportlicher Umgang miteinander, jeder ist per Du und man kann sich herrlich unterhalten und selbst unter großen Konkurrenten merkt man Kameradschaft. Sportler zu sein zählt und steht im Vordergrund und nicht die Nebensächlichkeiten, die einem oft das Leben schwer machen.

Was uns leider zum kritischen Teil meines Beitrags bringt. Ich möchte hier aber trotzdem, mit Nachdruck, meine eigene Meinung offenlegen. Abgesehen von der Tatsache, dass es im Burgenland keine Anlagen zum Ausüben von Stadionleichtathletik im großen Stil gibt, mangelte es auch sehr an der Menge an anderen Bewerben, welches uns sehr oft in andere Bundesländer getrieben hat.

Und dort gibt es genügend Wettkämpfe zum Austoben, sehr weit vorn ist eben auch Niederösterreich. Doch als wäre die nicht schon genug, hab ich auch sehr viele Momente von Ignoranz und unzumutbarer Unfreundlichkeiten dieses Jahr erfahren. Der HSV ist ein Verein in seiner Blüte, riesengroß und gut organisiert und das hat keiner hier verdient.

Ich hab viele Freunde und alte Kameraden in Niederösterreich und auch sehr gute Erfahrungen mit den Wettkämpfen dort gemacht und ich wünsche jedem unserer Kinder und Jugendlichen, dass auch in späterer Zeit mal so sagen zu können! 

Freunde gibt es auch im Burgenland, vor allem unter Vereinen wie Pinkafeld, LMB, Eisenstadt und noch paar mehr und auch hier gab es sehr schöne Momente, aber das sind auch die Leute, die man auf jedem Bewerb sieht und mit denen man in Zukunft auch weiter eine schöne Zeit hat, Grenzen sind nur etwas politisches, geographisches eventuell wirtschaftlich, Freundschaften allerdings kennen keine Grenzen!

Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben, wie die Situation für jemanden ist, oder was sie bedeutet, der mittlerweile neun Jahre HSV Laufsport Kaisersteinbruch zählt.

In diesem Sinne danke ich jedem einzelnen, der sich die Zeit genommen hat, diesen Beitrag zu lesen.

Vielen Dank!

Liebe Grüße, Kevin!